Nicht als erster deutscher Student ist ROBS im Oktober 2011 für ein Jahr nach Israel an die Tel Aviv University gegangen. Aber sicher ist, dass es ein einzigartiges Erlebnis ist, an dem ich die Leser dieses Blogs teilhaben lassen möchte. ABSOLUT ROBS dokumentiert die Vorbereitungen des Aufenthalts und dann natürlich intensiv alles, was in Israel erlebt wird: Land, Leute, Politik, Religion, Küche, Wetter ... Auch Links und eigene Einschätzungen zu aktuellen politischen Themen im Nahen Osten werden hoffentlich nicht zu kurz kommen und so weiter Verständnis für das Leben im Nahen Osten schaffen. ABSOLUT DANKE fürs Lesen, ROBS
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Nach den unzähligen Feiertagen musste ja zwangsläufig die Arbeit mit doppelter Wucht zurückkehren. Neben ein paar kleineren Aufgaben mit nicht mehr als fünf Seiten Umfang stand am vergangenen Mittwoch die erste Klausur des Semesters an. Besonders war bei dieser Forschungsmethoden-Prüfung, dass sie zur normalen Unterrichtszeit ins Netz hochgeladen wurde und wir sie wo auch immer bearbeiten konnte – ausdrücklich unter Hinzuziehung des Internets, weil der Dozent die durchaus wirklichkeitsnahe Herangehensweise hat, dass man heutzutage nichts mehr auswendig lernen muss, sondern nur wissen muss, wo das Wissen zur Verfügung steht.

Am Tag darauf folgte meine erste Präsentation in diesem Semester. Ich bin nun endlich auch präsentationstechnisch im 21. Jahrhundert angekommen. PowerPoint-Präsentationen mit dem immer gleichen Aufbau und den drei obligatorischen, pastellfarbenen Elementen (Kreise bei Soziologen, Quadrate bei Politikwissenschaftlern), die in der Ecke jeder Folie kläglich grafisches Einzelgängertum ausdrücken sollten, hingen mir nun wirklich schon zum Halse raus. Die Leute machen sich ja nicht mal mehr die Mühe, die einzelnen Punkte „reinfliegen“ zu lassen, nein, mit einem Klick wird man da von Folien erschlagen, die dem textlichen Umfang der Bibel (alternativ Thora, Quran…soll sich ja keiner ausgeschlossen fühlen von diesem Blog) gleichkommen. Jedenfalls bin ich nun bei Prezi gelandet und ich denke für meine erste Präsentation (Thema: „Collective Memory and Nationalism“) lässt es sich durchaus sehen:

In sechs Tagen nun steht endlich die Abgabe meiner großen Hausarbeit aus dem ersten Semester im Umfang von 30 Seiten an, die sich mit deutscher Public Diplomacy im Nahen Osten beschäftigt.

Zwei Wochen danach, am 4. Juni, steht die nächste Prezi-Präsi an, die sich mit dem nationalen Sicherheitskonzept Jordaniens befassen wird. Da geht es noch um wirkliche Machtkalküle von Turban-Trägern und nicht um Urheberrechtsreformen von IT-Nerds. Die einzigen Rettungsschirme, die in Amman aufgespannt worden sind, fangen Raketen ab und nicht den Euro. Ja, auch das Haschemitische Königreich hat seine Probleme.

Am 6. Juni ist dann die nächste Forschungsmethoden-Klausur, in der Woche darauf die Präsentation meines Forschungsprojektes, das eventuell Grundlage meiner Master-Arbeit werden könnte. Am 24. und am 27. Juni folgen dann zwei weitere Klausuren. Und dann sind es nur noch vier Hausarbeiten zwischen 8 und 30 Seiten, die aber - Gott sei Dank! - größtenteils erst im September fällig sind.

Bei soviel Arbeit schmerzt es schon mal, wenn ich daheim sitze und ganze Seiten zu Abdullah und Hussein von Jordanien schreiben muss, während draußen ein Wetter herrscht, dass Urlaubserinnerungen weckt. Wenigstens beruhigt mich der Gedanke, dass nun jeder Tag bis Oktober sonnig und warm sein wird. Zurzeit pendeln wir uns bei täglichen 25, 26 Grad mit Ausreißern nach oben ein. Für die Woche ab 22. Mai sind täglich Werte über 30 Grad vorhergesagt. Die Klimaanlage bei mir im Zimmer hat wenn auch noch nicht den Dauerbetrieb, dann doch wenigstens schon mal den Schichtbetrieb begonnen. Bei abendlichen 21 Grad ist ein offenes Fenster leider kaum noch ausreichend.

Genau dieses gute Wetter erlaubt es mir aber wenigstens am Strand für die Uni zu lesen und dem alten Slogan „Studieren, wo andere Urlaub machen!“ zu folgen. Ach nein, da habe ich was verwechselt

Jedenfalls habe ich mir schon eine gute Sommerbräune geholt und ich frage mich, wie ich wohl im August aussehen werde. Folgende Fotos sind gestern beim Geburtstag eines Freundes entstanden und sind vorerst wohl Beweis genug:

Wirklich geil, um es mal nonchalant auszudrücken, muss es sein, seinen Geburtstag am Strand feiern zu können. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, einfach meinen halben Geburtstag am 07.07. zu feiern. Dreiundzwanzigeinhalb ist schließlich die halbe Miete zur 57 – und von da an sind es ja auch nur noch zehn Jahre zur Rente. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!?

  1. von absolutrobs gepostet